Chemie spielt eine zentrale Rolle für das Gelingen der Circular Economy - als Lieferant innovativer Materialien und als Branche, die Kreisläufe ermöglicht. Welche Lösungen bereits heute vorhanden sind und wie sie in die Anwendung kommen können, zeigt das
Circular Valley Forum 2025 mit zwei Panels zum Thema Chemie.
Am
14. November 2025 kommen wieder mehr als
1200 führende Köpfe aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft in der Historischen Stadthalle in Wuppertal zusammen. Unter dem Motto
„Action across Borders and Industries“ beleuchtet das Jahrestreffen der Kreislaufwirtschaft, wie Kooperationen über Branchen- und Ländergrenzen hinweg die Transformation vorantreiben.
Forschung zeigt, was möglich istDas Panel
„What’s possible in Chemistry - the scientific perspective“ gibt Einblicke, welche technologischen Lösungen die chemische Forschung bereits entwickelt hat. Vertreterinnen und Vertreter aus der Grundlagenforschung, der angewandten Forschung und aus der industriellen Entwicklung zeigen auf, welches Potenzial die Branche für zirkuläre Wertschöpfung bietet.
Mit dabei sind
Prof. Regina Palkovits (
RWTH Aachen und Leiterin des Catalaix Program - Catalysis for a Circular Economy),
Prof. Dr. Manfred Renner (
CEO Fraunhofer UMSICHT und Fraunhofer CCPE),
Frank F. Meyer (
SVP/Head of R&D Henkel Consumer Brands) sowie
Inge Nevens (
CEO VITO). Diskutiert wird unter anderem, wie bestehende Technologien - etwa zur Rohstoffrückgewinnung oder im chemischen Recycling - schneller aus dem Labor in industrielle Anwendungen übertragen werden können.
„Chemie wird zum Katalysator der Circular Economy“Was bereits in der Praxis möglich ist, zeigt das zweite Panel:
„Putting the potential into practice“. Hier berichten Unternehmen, wie sie zirkuläre chemische Lösungen konkret umsetzen.
Düsseldorf Airport erzeugt schon heute synthetisches Kerosin aus CO₂, Wasser und erneuerbaren Energien.
LyondellBasell hat den Grundstein für eine Anlage zum chemischen Recycling in Wesseling gelegt und zeigt, wie solche Technologien in bestehende Stoffströme integriert werden können.
„Die chemische Industrie ist als ‚industry of industries‘ nicht aus unserem Alltag wegzudenken. Sie macht Produkte leichter, langlebiger und besser“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. Deswegen komme ihr aber auch eine hohe Verantwortung in der Transformation zu einer Circular Economy zu.
„Chemiestandorte können zu Katalysatoren der zirkulären Transformation werden.“ Die Chemie verfügt über zahlreiche Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft – nun müsse man das vorhandene Potenzial durch Zusammenarbeit über Wissenschaft, Industrie und Regionen hinweg heben.
Mehr Informationen zum Circular Valley Forum gibt es auf der Website:
circular-valley.org/forum2025