2025-11-16
Circular Valley Forum 2025: Ein Tag voller Impulse – und ein entscheidender Schritt für Europa
Quelle: Jan Turek/Circular Valley
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie groß die Bereitschaft zu Austausch und gemeinsamer Entwicklung ist. Mit der neuen trilateralen Vereinbarung zwischen NRW, Flandern und den Niederlanden wurde zugleich ein wichtiger europäischer Meilenstein gesetzt.
Beim Circular Valley Forum 2025 haben am Freitag mehr als 1200 Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gezeigt, welche Bedeutung die Kreislaufwirtschaft für Europa hat – und welche Kraft entsteht, wenn Regionen und verschiedene Branchen gemeinsam handeln. Das Forum stand in diesem Jahr unter dem Motto „Action across Borders and Industries“.

Von Beginn an setzte das Forum starke Impulse: Nach den Eröffnungsstatements von Dr. Thomas Stoffmehl (Vorwerk) und Dr. Dorothee Becker (Becker Group) sowie der Keynote von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zeigten zahlreiche Panels, wie weit die Kreislaufwirtschaft in vielen Branchen bereits entwickelt ist. Dr. Thomas Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, gab einen besonderen gesellschaftlichen Einblick: Kreislaufwirtschaft berühre auch Fragen der Verantwortung, sozialer Teilhabe und der Bewahrung der Schöpfung.

Angeregter Austausch auch zwischen den Panels

Im Verlauf des Tages diskutierten Expertinnen und Experten aus Metall-, Chemie- und Baustoffindustrie über neue Technologien, steigende Recyclingquoten und Bedingungen für skalierbare Lösungen. Auch der europäische Blick spielte eine zentrale Rolle: Delegationen aus NRW, Flandern und den Niederlanden stellten vor, wie eng die Zusammenarbeit bereits ist und welches Potenzial in der trilateralen Region als Kernraum der europäischen Circular Economy liegt. Startup-Pitches aus Batch 9 des Circular Valley Accelerators zeigten, welche neuen Technologien kurz vor der Marktreife stehen. 
Die Runden am Nachmittag widmeten sich Themen wie digitalen Produktpässen, Innovationsstrukturen, Energiefragen, regionalen Wirtschaftsförderungen und der Rolle der Tech-Branche für Kreislaufprozesse.

Doch nicht nur das Programm prägte den Tag, sondern auch die besondere Atmosphäre beim Circular Valley Forum: „Es war zu spüren, wie viel Bereitschaft zum Austausch da war. Genau das hatten wir uns gewünscht: Dass die Menschen nicht nur in den Panels diskutieren, sondern sich auch zwischendurch begegnen, Ideen teilen und gemeinsam weiterdenken“, sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. Mit viel Freude seien die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch gekommen – über ihre eigene Branchen und Berufsfelder hinweg. „Das Forum lebt von dieser Energie, die den ganzen Tag über spürbar war. Diese Freude am Austausch ist ein entscheidender Motor für die Transformation.“

Highlight des Tages: Die trilaterale Vereinbarung

Spitzenvertreterinnen und -vertreter aus Nordrhein-Westfalen, Flandern und den Niederlanden haben am Abend die gemeinsame Erklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet. Damit wird die bisherige Kooperation zwischen NRW und Flandern offiziell um die Niederlande erweitert. NRW-Umweltminister Oliver Krischer hob hervor, wie wichtig die Unterzeichnung der Erklärung sei: „Ich bin sehr froh, dass wir mit den Niederlanden und Flandern jetzt eine übergreifende Zusammenarbeit haben, um das Know-how, das wir hier in der Region haben, noch weiter stärken zu können und den Austausch so auszubauen, dass wir damit in die Breite wirken.“ 
Das Signing der trilateralen Kooperationsvereinbarung.
Quelle: Jan Turek/Circular Valley
Krischer machte zudem deutlich, welchen Stellenwert die Kreislaufwirtschaft für die großen Herausforderungen der Zeit hat: „Bei Fragen zu Klimaschutz und Klimaanpassung ist die Kreislaufwirtschaft ein Schlüssel – eine Antwort auf die Zukunft des Planeten und auf die Begrenztheit der Ressourcen. Sie ist eine ökologische, aber eben auch eine wirtschaftliche Antwort.“

Direkt nach der Unterzeichnung beginnt die Umsetzung

Direkt nach der feierlichen Unterzeichnung ging es schon an die Arbeit. „Wir haben uns unmittelbar danach zusammengesetzt und begonnen, die nächsten Schritte zu planen“, sagt Dr. Carsten Gerhardt. Mit Vertreterinnen und Vertreter aus allen drei Regionen habe man besprochen, nun gemeinschaftlich konkrete Vorschläge für Aktionen und Projekte zu entwickeln, die auch über die Regionen hinaus Richtung Brüssel angegangen werden sollen.

Gerhardt sieht darin ein starkes Zeichen: „Das Circular Valley Forum soll kein Ort für Ankündigungen sein, sondern ein Ort für Umsetzung. Genau das ist passiert. Dieser Tag hat gezeigt, wie viel möglich wird, wenn Menschen zusammenkommen, die wirklich etwas verändern wollen.“
Hinweise für Redaktionen
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Über Circular Valley

Internationaler Hotspot für die Circular Economy
Circular Valley ist der internationale Hotspot für die Circular Economy mit Sitz in der erweiterten Rhein-Ruhr-Region. Die gemeinnützige Circular Valley Stiftung bringt die relevanten Stakeholder an einen Tisch. Branchen- und technologieübergreifend entwickeln Unternehmen, Startups, Wissenschaft und Politik gemeinsam Lösungen für die Transformation zu einer echten Kreislaufwirtschaft. Öffentlichkeitsarbeit, der weltweit erste Circular Economy Accelerator und Politikempfehlungen sind die Schwerpunkte der Stiftung.