2026-03-30
Circular Valley
Newsletter 1/2026
Zentraler Treffpunkt
Die Circular Valley Convention 2026 bringt die Kreislaufwirtschaft in Bewegung 
Die Circular Valley Convention hat gezeigt, wie Circular Economy zur Industrie- und Standortstrategie wird – mit konkreten Lösungen für Resilienz, Rohstoffsicherung und Wettbewerbsfähigkeit. 
Zwei Tage lang wurde das Areal Böhler in Düsseldorf für Akteure aus allen Bereichen zum zentralen Treffpunkt der Circular Economy – die Circular Valley Convention 2026 am 11. und 12. März hat eindrucksvoll gezeigt, wie sehr sich das Thema von einer Vision zu einer konkreten industriepolitischen Realität entwickelt hat. 

„In Nordrhein-Westfalen wissen wir: Die Kreislaufwirtschaft treibt Innovationen voran, ist gut fürs Klima und macht uns unabhängiger von teuren Rohstoffimporten und anfälligen Lieferketten – das ist angesichts der aktuellen Krisen im Iran und weltweit wichtiger denn je", sagte Nordrhein-Westfalens stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zur Eröffnung der Convention.  
Im Zentrum vieler Diskussionen stand die Frage, wie Kreislaufwirtschaft zur strategischen Antwort auf globale Herausforderungen werden kann: steigende Rohstoffpreise, fragile Lieferketten und geopolitische Unsicherheiten. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft machten deutlich, dass Circular Economy längst über Ressourcenschutz, Umwelt- und Recyclingfragen hinausgeht. Sie wird zunehmend zur Voraussetzung für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und wirtschaftliche Unabhängigkeit. 
Bundesumweltminister Carsten Schneider betont: Circular Economy ist entscheidend für Sicherheit und Wirtschaftskraft 

Zu Beginn des zweiten Tages verdeutlichte Bundesumweltminister Carsten Schneider die Rolle der Politik. „Wer es schafft, Produkte und Anlagen länger zu nutzen, Ressourcen effizienter einzusetzen und klug zu recyceln, tut Gutes für die Umwelt, aber trägt auch zu mehr Sicherheit und Wirtschaftskraft bei."
Im Leitmarkt Circular Economy sind heute bereits über eine Million Menschen beschäftigt. Diesem wichtigen Markt wollen wir mit dem Aktionsprogramm zur Umsetzung der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie eine starke Unterstützung geben, damit er sich weiter positiv entwickelt und auf lange Sicht etabliert.

Carsten Schneider,
Bundesumweltminister
NRW-Umweltminister Oliver Krischer fügte in seinem Grußwort hinzu: „Die Zukunft gehört der Circular Economy: Sie ist der Schlüssel zu Innovation, Resilienz und neuer Wertschöpfung. Nordrhein-Westfalen hat beste Voraussetzungen, um entscheidende Impulse für die Kreislaufwirtschaft zu setzen mit seinen Wirtschaftsunternehmen, innovativen Start-ups und exzellenter Forschung.“ 

Gleichzeitig zeigte die Convention, wie weit die Umsetzung bereits vorangeschritten ist. Mehr als 130 Aussteller – von Forschungsinstituten über große, internationale Konzerne, mittelständische Weltmarktführer bis hin zu lokalen Initiativen und Startups – präsentierten auf der Messe konkrete Lösungen. Dazu gehörten Ansätze wie zirkuläres Produktdesign genauso wie digitale Lösungen und innovative Recyclingtechnologien. Damit wurde die Veranstaltung ihrem Anspruch gerecht, nicht nur Diskussionen anzustoßen, sondern konkrete Anwendungen sichtbar zu machen. 

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft betrifft den gesamten Produktlebenszyklus 

Ein roter Faden zog sich durch einen großen Teil der Beiträge: Kreislaufwirtschaft muss entlang des gesamten Produktlebenszyklus gedacht werden – von der ersten Designentscheidung bis zur Rückführung von Materialien. Diese systemische Perspektive spiegelte sich auch im Programm wider: Die Circular Valley Convention hat die gesamte Bandbreite der sogenannten R-Strategien in den Blick genommen und dabei deutlich gemacht, dass echte Zirkularität nur dann gelingt, wenn alle Phasen des Produktlebenszyklus zusammen gedacht werden. 

Ein besonderer Fokus lag auf den frühen R-Strategien: Refuse, Rethink, Redesign und Reduce. In mehreren Panels und Beiträgen wurde herausgearbeitet, dass die entscheidenden Weichen für zirkuläre Wertschöpfung bereits in der Konzeptions- und Designphase gestellt werden. Dabei ging es auch um Fragen wie „Brauchen wir dieses Produkt überhaupt?“ oder „Wie kann es von Anfang an kreislauffähig gestaltet werden?“. 

Frühe, mittlere und späte R-Strategien waren ein Kernthema der Circular Valley Convention 

Doch auch die mittleren und späten R-Strategien spielten eine zentrale Rolle. Ansätze wie Reuse, Repair, Refurbish oder Remanufacture zeigen, wie sich Produktlebenszyklen verlängern lassen – mit ökologischen und ökonomischen Vorteilen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Recycling und Recovery zunehmend zur strategischen Ressource werden, insbesondere im Kontext knapper Rohstoffe und globaler Abhängigkeiten. 

Beiträge aus Industrie und Forschung machten klar: Hochwertige Sekundärrohstoffe, effiziente Rückgewinnungssysteme und neue Prozessdesigns werden zu entscheidenden Wettbewerbsfaktoren.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um Abfallverwertung, sondern um die gezielte Steuerung von Stoffströmen entlang komplexer Wertschöpfungsketten. 

Die Circular Valley Convention 2026 hat damit vor allem gezeigt: Circular Economy ist in der Umsetzung angekommen und entwickelt sich zunehmend zum zentralen Baustein einer zukunftsfähigen Industrie. 
Events und Aktivitäten
Wie Europa gemeinsam Kreislaufwirtschaft gestaltet
Die Circular Valley Convention machte deutlich: NRW, Flandern und die Niederlande setzen auf enge Zusammenarbeit. Politik, Wirtschaft und Forschung entwickeln in Projekten zu Chemie, Batterien und Bau konkrete Lösungen – grenzüberschreitend und praxisnah. 
Die Transformation zur Circular Economy ist keine nationale Aufgabe – sie ist europäisch und global. Bei der Circular Valley Convention stand besonders die trilaterale Zusammenarbeit zwischen Nordrhein-Westfalen, Flandern und den Niederlanden im Fokus. Die grenzüberschreitende Kooperation zwischen NRW und Flandern wurde bereits beim Circular Valley Forum 2022 besiegelt und beim Forum im Jahr 2025 um die Niederlande erweitert. 

In diesem industriellen Kernraum Europas arbeiten Politik, Wirtschaft und Forschung gemeinsam an konkreten Projekten – etwa in den Bereichen Chemie, Batterien und Bau. Auf der Convention wurde deutlich, dass diese Zusammenarbeit längst über politische Absichtserklärungen hinausgeht und zunehmend in konkrete Anwendungen überführt wird. 

Die Projektgruppen zu den Themen Batterien und Zirkuläres Bauen nutzten die Chance für ein persönliches Treffen 

Die Projektgruppe Batterien nutzte die Gelegenheit um nicht nur virtuell, sondern auch persönlich zusammen zu kommen. Zur Gruppe gehören Menschen aus Industrie, Startups, Forschungseinrichtungen und Politik. Gemeinsam wurde über konkrete Themen gesprochen, die bald angegangen werden sollen, wie zum Beispiel der Projektantrag für die Horizon-Förderung durch die EU. 

Die Projektgruppe zu zirkulärem Bauen kam ebenfalls bei der Convention zusammen. Auch NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach beteiligte sich am Austausch. Zusammen wurden Themen festgelegt, zu denen es auch in Zukunft Gespräche zwischen der Projektgruppe und dem Ministerium geben soll. Die Arbeit der Gruppe wird im Rahmen der trilateralen Zusammenarbeit künftig von den Niederlanden aus koordiniert werden. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themenblöcken Infrastruktur, Wohngebäude und Methoden und Umsetzungsinstrumente.  

Klares Bekenntnis zur Kooperation beim Panel zur trilateralen Zusammenarbeit 

Doch nicht nur in kleiner Runde wurde die länderübergreifende Kooperation gestärkt. Auch auf der Bühne gab es dazu mit Arnoud Passenier Strategic International Advisor Circular Economy im Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement der Niederlande, Brigitte Mouligneau, Managerin und Strategic Advisor Circular Economy bei Flanders Circular und Inge Neven CEO von Vito in Flandern Austausch, bei dem die Beteiligten sich klar für die weitere Zusammenarbeit aussprachen.
In den Niederlanden arbeiten wir schon sehr lange dran, Kreislaufwirtschaft zum Standard zu machen.

Arnoud Passenier,
Strategic International Advisor Circular Economy im Ministerium für Infrastruktur und Wassermanagement der Niederlande
“In den Niederlanden arbeiten wir schon sehr lange dran, Kreislaufwirtschaft zum Standard zu machen”, sagte Arnoud Passenier. Es gebe viele tolle Innovatoren und Startups. Doch alle vereint die Frage nach der Skalierung. “Wir müssen größer denken”, sagte er beim Panel. Dafür sei die Zusammenarbeit über Sektor-, Industrie- und Ländergrenzen wichtig. Inge Neven bestärkt diesen Gedanken: Auch in der Forschung sei es wichtig, Expertise und Erkenntnisse auszutauschen und zu teilen, um weiterzukommen. 

Ergänzt wurde diese Perspektive durch internationale Beiträge, unter anderem durch Vertreterinnen und Vertreter aus Österreich, die weitere Einblicke in industrielle Lösungen entlang der Kunststoff- und Recyclingwertschöpfungskette gaben. So entstand ein breites Bild europäischer Ansätze zur Circular Economy. 

Die Transformation zur Circular Economy hat längst begonnen
Innovation in Aktion: Startups bei der Circular Valley Convention 
Startups, Technologien und echte Lösungen: Auf der Circular Valley Convention zeigte sich, wie Circular Economy heute schon funktioniert. Von KI über neue Materialien bis zu Recycling-Innovationen wurde deutlich: Die Transformation ist in vollem Gange. 
Wer erleben wollte, wie Circular Economy konkret funktioniert, wurde auf der Circular Valley Convention 2026 schnell fündig: Auf der Ausstellungsfläche zeigten neben großen Unternehmen auch Startups aus aller Welt, wie vielfältig und praxisnah zirkuläre Innovationen heute bereits sind. 

Mehr als 130 Aussteller aus Industrie, Forschung und dem Startup-Ökosystem präsentierten Technologien, Materialien und Geschäftsmodelle entlang des gesamten Produktlebenszyklus. Besonders sichtbar wurde dabei die Bandbreite digitaler Lösungen – von Systemen zur Rückverfolgbarkeit von Materialien über digitale Produktpässe bis hin zu KI-gestützten Anwendungen zur Analyse und Optimierung von Stoffströmen. 

Startups zeigten ein breites Spektrum an zirkulären Innovationen 

Einen besonderen Fokus bildeten die Startups des Circular Economy Accelerators sowie zahlreiche Alumni des Programms, die ihre Entwicklungen  auf der Ausstellung und auf den Bühnen der Circular Valley Convention vorstellten. Thematisch reichte das Spektrum von neuen Materialien und innovativen Recyclingverfahren über datenbasierte Plattformlösungen bis hin zu zirkulären Geschäftsmodellen in Bereichen wie Bau, Chemie und Konsumgüter. 

Startups arbeiteten an Lösungen zur Rückverfolgbarkeit von Materialien, an biobasierten Alternativen für industrielle Anwendungen oder an Technologien zur effizienteren Nutzung von Ressourcen und Abfallströmen. Auch Ansätze aus dem Bereich Wasseraufbereitung, Kunststoffkreisläufe oder digitale Plattformen für zirkuläre Wertschöpfung waren vertreten – stellvertretend für die Vielfalt der präsentierten Innovationen. 

Das Pitchen auf der Hauptbühne war für die Startups aus Batch 10 ein Highlight 

Ein Highlight der Convention war der Demo Day: Hier präsentierten die Startups der aktuellen zehnten Förderrunde ihre Lösungen auf der großen Bühne vor einem internationalen Publikum aus Wirtschaft, Wissenschaft und Investoren. Für viele der Teams markiert dieser Pitch den Höhepunkt ihrer Accelerator-Zeit – entsprechend hoch war die Qualität und Vielfalt der vorgestellten Ansätze. 

Darüber hinaus bot die Innovation Stage weiteren Startups – darunter Alumni sowie junge Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen – die Möglichkeit, ihre Ideen in kompakten Pitch-Sessions zu präsentieren und mit potenziellen Partnern ins Gespräch zu kommen. 

Auch international wurde die Stärke des zirkulären Ökosystems deutlich: So zeigten beispielsweise Innovatoren aus Flandern, wie aus zirkulären Ansätzen konkrete Geschäftsmodelle entstehen – von flexiblen Solarfolien bis hin zu biobasierten Klebstoffen. 

Die Expo mit vielen Innovationen war das praktische Gegenstück zur Konferenz 

Gerade diese Schnittstellen waren in der Ausstellung besonders sichtbar: Große Industrieunternehmen präsentierten ihre Ansätze zur Integration zirkulärer Prozesse, während Startups gezielt an spezifischen Herausforderungen arbeiten – etwa der Transparenz in komplexen Lieferketten oder der effizienten Nutzung von Ressourcen. 

Die Expo wurde damit zum praktischen Gegenstück der Konferenz: Sie zeigte, dass die Transformation zur Circular Economy längst begonnen hat – und dass es nicht mehr nur um einzelne Technologien geht, sondern um das Zusammenspiel von Daten, Materialien und Geschäftsmodellen. 

Startups bei der Circular Valley Convention
Innovation in Aktion
Innovationen schneller entwickeln
Sechs wichtige Erkenntnisse für die Circular Economy 
Die Circular Valley Convention 2026 zieht Bilanz: Sechs zentrale Erkenntnisse zeigen, wie Circular Economy strategische Bedeutung gewinnt – von resilienten Lieferketten über digitales Tracking bis zu hochwertigem Recycling als Wettbewerbsfaktor. 
Zwei Tage lang haben Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Startups über Lösungen für eine zirkuläre Wirtschaft diskutiert. Aus Keynotes, Panels und Praxisbeispielen lassen sich sechs zentrale Erkenntnisse für die Transformation zur Circular Economy ableiten. 
  • Kreislaufwirtschaft wird zur Industrie- und Standortstrategie
    Mehrere Beiträge machten deutlich, dass Circular Economy längst über Umwelt- und Recyclingfragen hinausgeht. Angesichts geopolitischer Spannungen, unsicherer Lieferketten und steigender Rohstoffpreise gewinnt sie zunehmend strategische Bedeutung für Wettbewerbsfähigkeit, Rohstoffsicherung und wirtschaftliche Resilienz. Neben Sprecherinnen und Sprechern aus der Politik betonten auch Vertreter internationaler Industrieunternehmen, dass zirkuläre Geschäftsmodelle immer stärker Teil langfristiger Unternehmensstrategien werden.

  • Recycling wird zur strategischen Ressource

    Neben Design und Nutzung rückt auch die Rückgewinnung von Rohstoffen stärker in den Fokus. Moderne Recyclingtechnologien und industrielle Rückgewinnungsprozesse können dazu beitragen, Materialien langfristig im Wirtschaftskreislauf zu halten.  

    Mehrere Beiträge hoben hervor, dass hochwertige Sekundärrohstoffe künftig eine zentrale Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie spielen werden.

  • Resiliente Lieferketten erfordern zirkuläre Rohstoffströme
    Ein zentrales Thema der Convention war die Frage, wie Industrie und Politik kritische Rohstoffe langfristig sichern können.

    Beiträge aus Wissenschaft, Industrie und Politik machten deutlich, dass geschlossene Stoffkreisläufe und hochwertige Sekundärrohstoffe zunehmend als strategische Ressource verstanden werden.  

    Damit wird Circular Economy auch zu einem wichtigen Instrument, um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu reduzieren und Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten.

  • Produktdesign entscheidet über Zirkularität

    Viele der Paneldiskussionen zeigten: Die entscheidenden Weichen für Kreislaufwirtschaft werden bereits in der Produktentwicklung gestellt. Konzepte wie Circular Design, modulare Bauweisen oder „Design for Disassembly“ sollen sicherstellen, dass Materialien später wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden können. Damit rückt der Beginn des Produktlebenszyklus stärker in den Fokus der Circular Economy.
  • Digitalisierung wird zum zentralen Enabler der Circular Economy

    Digitale Technologien spielen eine immer wichtigere Rolle für zirkuläre Wertschöpfung. Diskutiert wurden unter anderem digitale Produktpässe, Datenräume sowie KI-gestützte Analyse von Material- und Stoffströmen. Digitale Lösungen schaffen Transparenz entlang komplexer Lieferketten und ermöglichen neue datenbasierte Geschäftsmodelle.

  • Internationale Kooperation wird zum Schlüssel für Skalierung

    Die Transformation zur Circular Economy erfordert zunehmend grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Auf der Convention wurde unter anderem die trilaterale Kooperation zwischen Nordrhein-Westfalen, Flandern und den Niederlanden hervorgehoben.  

    In gemeinsamen Projektgruppen arbeiten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Forschung an konkreten Lösungen für Schlüsselindustrien wie chemische Industrie, zirkuläres Bauen und Batterien. Die Zusammenarbeit im größten industriellen Ballungsraum Europas soll helfen, Innovationen schneller zu entwickeln und neue zirkuläre Wertschöpfungsketten aufzubauen.
Sechs wichtige Erkenntnisse
Circular Economy Accelerator
Batch 10 im Circular Valley: Von ersten Begegnungen bis zum großen Finale 
Die 16 Startups verfeinerten ihre Pitches, lernten von Partnern und Investoren und erlebten Kreislaufwirtschaft live. Der Demo Day auf der Circular Valley Convention krönte das Programm. Jetzt starten sie mit starkem Netzwerk und klaren Ideen in die Zukunft. 
Im Februar und März war die zehnte Runde des Circular Economy Accelerators in der erweiterten Rhein-Ruhr-Region. 16 Startups aus aller Welt kamen mit wichtigen Akteuren aus der Industrie ins Gespräch, entwickelten ihre Geschäftsideen weiter, verbesserten ihre Pitches und nahmen wertvolle Erkenntnisse und Kontakte aus dem Circular Valley Netzwerk mit auf den Weg.  

Bereits zum Auftakt wurde deutlich, wie zentral der persönliche Austausch für das Programm ist. Beim Kickoff kamen die Teams erstmals vor Ort zusammen, knüpften Kontakte und legten den Grundstein für die kommenden Wochen. 
Pitch- und Präsentationstraining, Body Language Workshop und Hot Chair Sessions mit wichtigen Partnern aus dem Circular Valley Netzwerk 
  • What to Know About IP
    Ein Thema des diesjährigen Programms war Intellectual Property. Im Workshop „What to know about IP“ erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke, die für Startups unabhängig von ihrem Erfahrungsstand von großer Bedeutung sind. Ebenso praxisnah ging es im bewährten Format „How to talk to investors“ weiter. Transparente Einblicke, konkrete Beispiele und ehrliche Einschätzungen halfen den Gründerinnen und Gründern dabei, sich optimal auf Gespräche mit potenziellen Investorinnen und Investoren vorzubereiten. 
  • Pitch- und Präsentationstraining
    Ein weiterer wichtiger Baustein war das Pitch- und Präsentationstraining: Der Body Language Workshop gab den Teams das nötige Rüstzeug, um ihre Ideen überzeugend auf der Bühne zu präsentieren – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum erfolgreichen Auftritt vor Investoren und anderen potentiellen Partnern.
  • Unternehmensbesuch
    Interessant war auch der Unternehmensbesuch bei der AWG in ihrem Müllheizkraftwerk. Die Startups erhielten vor Ort spannende Einblicke in unterschiedliche Anlagen und konnten zentrale Aspekte der Kreislaufwirtschaft direkt in der Praxis erleben.
  • Hot Chair Sessions
    Ein fester Bestandteil des Programms sind die Hot Chair Sessions. Hier standen Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Unternehmen des Netzwerks Rede und Antwort, teilten ihre Erfahrungen und gaben den Startups wertvolle Impulse für ihre weitere Entwicklung. 
Netzwerken und Austausch sind ein wichtiger Bestandteil des Aufenthalts der Startups bei Circular Valley 

Neben den inhaltlichen Programmpunkten spielte auch der persönliche Austausch eine große Rolle. Gemeinsame Aktivitäten wie der Besuch der Zeche Zollverein oder das Social Program im Visiodrom stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe und schufen Raum für informelle Gespräche. 

Ein Höhepunkt des Programms ist jedes Mal der Demo Day, der dieses Mal im Rahmen der Circular Valley Convention stattfand und auf den die Startups über intensiv hinarbeiteten. Hier präsentierten sie ihre Lösungen vor großem Publikum. Für viele Beteiligte war dieser Moment das klare Highlight des gesamten Programms. Auf der Circular Valley Convention knüpften sie zudem neue Kontakte und erhielten wertvolles Feedback. 

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Farewell Dinner, das Batch 10 in besonderer Atmosphäre verabschiedete – und gleichzeitig den Übergang in ein dauerhaftes Netzwerk markierte. 

Mit neuen Impulsen, geschärften Geschäftsmodellen und einem starken internationalen Netzwerk gehen die Gründerinnen und Gründer nun ihren nächsten Schritt – und bleiben dem Circular Valley auch über das Programm hinaus als Alumni verbunden. 

Batch 10 im Circular Valley
Von ersten Begegnungen bis zum großen Finale 
Nachwuchs im Fokus
Bildungsarbeit bei Circular Valley
Schülerinnen und Schüler aus der Region erlebten die Convention aktiv mit: Sie analysierten Pitches, knüpften Kontakte und sicherten sich Praktika. Auch internationale Workshops und Projekte von Circular Valley zeigen, wie junge Menschen nachhaltige Ideen vorantreiben – lokal und global. 
Wie wichtig die Einbindung junger Menschen für die Transformation zur Kreislaufwirtschaft ist, zeigte sich auch auf der Circular Valley Convention. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, die Messe im Rahmen von Exkursionen zu besuchen – organisiert in Kooperation mit Kurs21. 

Mit dabei waren unter anderem Schülerinnen und Schüler des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums, der Gesamtschule Sedanstraße, des Gymnasiums Vohwinkel sowie des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums. Viele von ihnen bringen bereits unternehmerische Erfahrung aus Schülerfirmen mit oder nehmen am Deutschen Gründerpreis für Schulen teil. Auch ein Projektkurs des Ganztagsgymnasiums Johannes Rau sowie weitere Gruppen waren vor Ort. 

Schülerinnen und Schüler nahmen aktiv an der Circular Valley Convention teil 

Die Teilnehmenden waren dabei keineswegs nur Zuschauer: Ihr Programm war praxisnah und interaktiv angelegt. Auf der Innovation Stage analysierten sie Pitches und lernten direkt von den Profis, worauf es bei überzeugenden Präsentationen ankommt. Mit einem selbst entwickelten Fragebogen ausgestattet gingen sie zudem aktiv auf Startups und Unternehmen zu – eine „Eisbrecher-Mission“, die half, Hemmschwellen abzubauen und gezielt ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig nutzten viele die Gelegenheit zur Berufsorientierung – einige sicherten sich vor Ort direkt Praktikumsplätze. 

Aus der Region zeigte sich großes Interesse: Eine Schülergruppe aus Remscheid, die aktuell an eigenen Projekten arbeitet, nutzte die Convention gezielt, um sich Input zu holen – etwa für die geplante Begrünung ihres Schuldachs zur Verbesserung des Mikroklimas. Dabei konnten sie wertvolle Kontakte knüpfen. 

Auch neben der Convention setzte Circular Valley verschiedene Bildungsangebote um 

Die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ist ein zentraler Baustein der Bildungsarbeit von Circular Valley – und findet nicht nur auf der Convention statt. In einem Workshop an der Gesamtschule Langerfeld wurde deutlich, wie wichtig internationale Perspektiven sind: 25 deutsche und 25 spanische Schülerinnen und Schüler arbeiteten gemeinsam an Fragestellungen der Kreislaufwirtschaft. Solche Formate machen erfahrbar, dass nachhaltige Transformation nur global gedacht werden kann. 

Bereits im Januar kamen im Rahmen des Projekts „Gutes Leben statt Wachstumsstreben: Neue Ökonomie“ rund 80 Schülerinnen und Schüler aus vier Schulen zur „Zukunftsreise“ zusammen. Gemeinsam mit Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entwickelten sie Ideen für eine zukunftsfähige Wirtschaft in ihrer Stadt. 

Im Mittelpunkt standen dabei ganz konkrete Fragen aus dem Alltag der Jugendlichen. Besonders viel Zustimmung erhielten Ansätze für neue außerschulische Lern- und Begegnungsorte, da bestehende Angebote – etwa an der Universität – häufig überlastet sind. Diskutiert wurden Orte, die Lernen, Austausch und praktische Angebote wie Reparaturwerkstätten verbinden. Auch die mögliche Nutzung des ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäudes als so ein Raum wurde diskutiert und stieß auf großes Interesse. 
Bildungsarbeit bei Circular Valley 
Nachwuchs im Fokus
Wer Interesse an einer Kooperation mit Circular Valley hat und Schülerinnen und Schüler für die Kreislaufwirtschaft begeistern möchte, kann mit Rebecca Kruppert unter rebecca.kruppert@circular-valley.org Kontakt aufnehmen.
Partner Talk
Wasserstoff in der Praxis: Ein Blick hinter die Kulissen der WSW 
Wie funktioniert Wasserstoffmobilität im Alltag? Was bedeutet Wasserstoff für die Energiewende? Beim jüngsten Circular Valley Partner Talk auf dem Betriebshof Nächstebreck der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) wurde das greifbar. 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten am Abend des 26. Februar das H2W-Projekt der WSW kennen, das nicht nur bundesweit Beachtung findet. Sie erhielten darüber hinaus auch exklusive und ganz konkrete Einblicke in eine der größten Wasserstoffbusflotten Europas.

Es zeigte sich, wie weit die Technologie bereits ist: von der Betankung an der neuen Wasserstofftankstelle der WSW Mobil über die Wartung der eingesetzten Wasserstoffbusse bis hin zu den Sicherheitskonzepten.  

Besonders hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang auch die zunehmende Rolle von Daten: In den Bussen sind zahlreiche Sensoren verbaut. Diese liefern kontinuierlich Informationen zum Zustand der Fahrzeuge. Entscheidungen über Wartung werden dadurch nicht mehr primär vom Fahrpersonal getroffen, sondern datenbasiert gesteuert. 

Bei Wasserstoff geht es um ein Zusammenspiel aus Energieerzeugung, Speicherung und Nutzung 

Im anschließenden Vortrag ordnete Gastgeber Dipl.- Ing. Andreas Meyer, Leiter Fahrzeugtechnik und Gesamtprojektleiter H2W, die praktischen Eindrücke ein. Im Rahmen dieses Vortrags wurde die Wasserstoffstrategie des Energieversorgers und Nahverkehrsanbieters im Rahmen der Energiewende präsentiert. Es wurde deutlich, dass Wasserstoff nicht isoliert gedacht werden kann. Vielmehr geht es um ein Zusammenspiel aus Energieerzeugung, Speicherung und Nutzung. Eine sektorenübergreifende Betrachtung wird entscheidend. 

Ein zentraler Vorteil liegt in der Möglichkeit, Energie vom Strommarkt zu entkoppeln. Wasserstoff kann dann produziert werden, wenn Strom verfügbar und günstig ist, und später flexibel eingesetzt werden. Neben dem Wirkungsgrad rückt damit vor allem die Verfügbarkeit von Energie in den Fokus. Gleichzeitig wurde deutlich, dass auch Batterielösungen eine wichtige Rolle spielen werden – die Zukunft der Mobilität wird technologieoffen gedacht. 

Projekte wie das der WSW zeigen, dass Wasserstofftechnologie bereits in größerem Maßstab funktioniert  

Dass der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft dennoch mit Unsicherheiten verbunden ist, wurde ebenfalls thematisiert. Regulatorische Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Kostenentwicklung bleiben entscheidende Faktoren. Gleichzeitig zeigen Projekte wie das der WSW, dass die Technologie bereits heute im größeren Maßstab funktioniert. 

Zum Abschluss zog Circular Valley Gründer Carsten Gerhardt ein positives Fazit:
Die Technologie funktioniert. Sie ist noch nicht vollständig ausgereift, aber sie funktioniert in einem Maßstab, den man nicht mehr als Pilot bezeichnen kann.

Dr. Carsten Gerhardt,
Chairman of the Circular Valley Foundation
Besonders hervorgehoben wurde dabei auch die Verbindung zum Circular Valley Netzwerk: Von Materialien für wasserstofffähige Infrastrukturen bis hin zu Startups im Bereich erneuerbare Energien gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte entlang der Wertschöpfungskette. 

Der Partner Talk zeigte damit einmal mehr, wie wichtig der Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft und Praxis ist und wie konkrete Anwendungen den Weg in eine klimaneutrale Zukunft greifbar machen. Um vom Reden ins Handeln gekommen, sind solche konkrete Anwendungsfälle richtungsweisend, für den Weg zu einer zirkulären und CO2-neutralen Wirtschaft. 
Wasserstoff in der Praxis
Ein Blick hinter die Kulissen der WSW 
Der nächste Circular Valley Partner Talk findet am 28. Mai im Duisburger Hafen statt.
Success
Circular Valley Startups: Neue Erfolge und Meilensteine
Die Alumni des Circular Economy Accelerator zeigen erneut, wie dynamisch und wirkungsvoll zirkuläre Innovationen sind. In den letzten Monaten haben zahlreiche Startups aus verschiedenen Batches wichtige Fortschritte erzielt – von neuen Produktstarts und Finanzierungen bis hin zu internationalen Kooperationen und Auszeichnungen. 
Finanzierungen und Fördergelder: Investitionen in die Zukunft 

Mehrere Startups konnten bedeutende Finanzierungen und Fördermittel einwerben, um ihre Technologien weiterzuentwickeln und zu skalieren.  
  • Carboliq (Batch 3) erhielt eine Förderzusage von rund 20 Millionen Euro für das Projekt c4future_2 im Rahmen der Richtlinie Produktives.NRW. Das Projekt läuft von 2026 bis 2029 und zielt auf die industrielle Anwendung der direkten Verflüssigung von Kunststoffabfällen ab. 

  • on.five (Batch 5) sicherte sich 14 Millionen Euro in einer Series-A-Finanzierungsrunde. 

  • Radical Dot (Batch 6) wurde mit rund 3,9 Millionen Euro durch das Bundesförderprogramm für Industrie und Klimaschutz (BIK) unterstützt. 

  • Nunos (Batch 7) erhielt 125.000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und zusätzlich 300.000 Euro aus der Initiative Grüne Gründungen NRW zur Weiterentwicklung seines biologischen Verfahrens für die Aufbereitung von Gärresten aus Biogasanlagen. 
Produktstarts und Markteinführungen: Innovationen werden Realität 

Einige Startups haben ihre Lösungen erfolgreich auf den Markt gebracht oder wichtige Schritte in Richtung Skalierung gemacht. 
  • PolyCare (Batch 1) präsentierte die neue Generation seines kreislauffähigen Mauerwerksystems SEMBLA – das erste vollständig rückbaubare System im Massivbau. Das zementfreie Geopolymer-Betonsystem reduziert den CO₂-Fußabdruck um bis zu 70 Prozent und kann nach Nutzung ohne Zerstörung wiederverwendet werden. Mit dem Start der Serienproduktion in Kooperation mit BERDING BETON in Essen markiert das Unternehmen den Übergang von der Entwicklung zur Marktskalierung. 

  • Circular Flow (Batch 8) gewann einen Auftrag für 2.800 Quadratmeter Gymnastikbodenbelag, was etwa 20 Tonnen recyceltem Material entspricht. 
Kooperationen und Partnerschaften: Vernetzung für mehr Wirkung 

Strategische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit stärken die Position der Startups.  
  • R3 Robotics (Batch 5) ist Teil des vom BMWK geförderten Leuchtturmprojekts ReDriveS, das robotergestützte Demontage, innovatives Recycling von Seltenen-Erden-Magneten und digitale Zwillinge kombiniert, um die Ressourceneffizienz in der Automobilwertschöpfungskette zu verbessern. 

  • AraBat (Batch 9) unterzeichnete eine Absichtserklärung mit TAIYO YUDEN, einem global agierenden japanischen Hersteller elektronischer Komponenten. 

  • Vlastic (Batch 8) arbeitet mit VITO zusammen, um Materialdatenblätter zu validieren und die offizielle Brandzertifizierung vorzubereiten – unterstützt durch das BIO-CAPPP-Projekt, das von Interreg Flandern-Niederlande kofinanziert wird. 

  • Urbix Hub (Reverse Logistics Accelerator) führt ein drei Monate dauerndes Pilotprojekt in Hamburg durch, unterstützt von der Deutschen Bahn und in Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen, Verkehrsbetrieben sowie Fahrschulen und Studierenden. 
Auszeichnungen und Anerkennung: Sichtbarkeit für zirkuläre Lösungen 


  • Cyclize (Batch 9) wurde in die offizielle Auswahl 2026 von ChangeNOW aufgenommen – einer Plattform für Lösungen, die den Planeten voranbringen. 

  • Perolink hat das Unternehmen Solaveni (Batch 8) übernommen und erweitert damit sein Portfolio. 

  • Simplyfined (Batch 8) begrüßte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, in ihrem Labor an der Technischen Universität Dortmund. Zudem ist das Startup seit März 2026 offiziell Teil des innoclub Dortmund.  
Regelmäßige Erfolge und besondere Fortschritte 

Einige Startups stechen durch kontinuierliche Erfolge hervor. 
  • Plastic Fischer (Batch 1) erreichte mit seinem Video Planet Wild 2,2 Millionen Aufrufe und sammelte seit 2021 insgesamt 2,6 Millionen Kilogramm Plastik. In einer vierjährigen Zusammenarbeit mit Allianz SE wurden 906.434 Kilogramm Plastik entfernt, 23 Arbeitsplätze geschaffen und das Projekt von der UN-Ozean-Dekade ausgezeichnet. 
Die Vielfalt der Erfolge aller zeigt: Die Alumni des Circular Economy Accelerator bringen ihre Innovationen dorthin, wo sie gebraucht werden – in die Praxis einer zirkulären Zukunft. Ob durch Finanzierungen, Produktstarts, Kooperationen oder Auszeichnungen: Die Startups aus dem Circular Valley Netzwerk wachsen, vernetzen sich und gestalten die Kreislaufwirtschaft aktiv mit. 
Circular Valley Startups
Neue Erfolge und Meilensteine
Podcast
„Willkommen im Circular Valley“ – Neue Perspektiven auf urbane Kreisläufe und industrielle Innovationen 
32 Folgen, unzählige Perspektiven: Der Circular Valley Podcast zeigt, wie Kreislaufwirtschaft konkret umgesetzt wird – von Unternehmen über Startups bis zur Fußballbundesliga. Praxisnah, vielfältig und voller Ideen für eine zirkuläre Zukunft. 
Mit inzwischen 32 Folgen entwickelt sich der Podcast „Willkommen im Circular Valley“ kontinuierlich weiter – thematisch breiter, inhaltlich tiefer und mit immer neuen Einblicken in die Praxis der Kreislaufwirtschaft. Die jüngsten Episoden zeigen besonders deutlich, wie vielfältig zirkuläre Ansätze heute gedacht und umgesetzt werden – von kommunaler Versorgung über industrielle Technologien bis hin zu Bauwirtschaft, Sport und Digitalisierung. 

So rückt etwa die Rolle kommunaler Unternehmen stärker in den Fokus: Dr. Alexandra Lai von den Wuppertaler Stadtwerken gibt Einblicke, wie Energie-, Wasser- und Abfallströme zusammen gedacht werden können. Ob Wasserstoffbusse, Rohstoffrückgewinnung aus Rostaschen oder die Nutzung von Aushubmaterialien – die Folge zeigt, wie Kreislaufwirtschaft auf Stadtebene konkret funktioniert und welche Hebel Kommunen für nachhaltige Transformationen haben. 

Auch einige Startups aus dem Circular Economy Accelerator waren bereits zu Gast im Podcast 

Auch technologische Innovationen aus der Startup-Welt stehen im Mittelpunkt: Das Team von naion.tech  (Batch 9 des Circular Economy Accelerators) erläutert, wie maßgeschneiderte Membranen dabei helfen, wertvolle Stoffe aus komplexen Flüssigkeitsströmen zurückzugewinnen. Der Ansatz macht deutlich, welches Potenzial in neuen Trenntechnologien steckt – etwa im Umgang mit kritischen Stoffen oder bei der Aufbereitung industrieller Prozessströme. 

Ein weiteres zentrales Thema ist die Bauwirtschaft als Rohstofflager der Zukunft. Maren-Katrin Schulze von Madaster (Batch 1) erklärt, wie Gebäuderessourcenpässe Materialien sichtbar und wieder nutzbar machen. Die Idee des Urban Mining wird dabei ebenso greifbar wie die Frage, wie Daten, Plattformen und regulatorische Rahmenbedingungen zusammenwirken müssen, damit zirkuläres Bauen zum Standard wird. 

Carsten Cramer gibt die Perspektive eines Fußball-Bundesliga Vereins auf das Thema 

Dass Kreislaufwirtschaft längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, zeigt auch der Blick in andere Branchen: Carsten Cramer von Borussia Dortmund berichtet, wie ein Fußball-Bundesliga-Club Themen wie Energie, Wasser und Abfall in einem Stadionbetrieb neu denkt – und gleichzeitig seine Reichweite nutzt, um Nachhaltigkeit sichtbar zu machen. 

Digitale Lösungen spielen ebenfalls eine immer größere Rolle: Christian Adler von LoopID (Batch 9) beschreibt, wie der digitale Produktpass über regulatorische Anforderungen hinaus zum strategischen Werkzeug werden kann – etwa für Reparatur, Wiederverkauf oder neue Geschäftsmodelle entlang des gesamten Produktlebenszyklus. 

Und schließlich wird auch die Bedeutung kommunaler und regionaler Initiativen deutlich: Am Beispiel von Krefeld zeigt Eckart Preen, wie Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Kreislaufwirtschaft zusammengebracht werden können – etwa durch die Umnutzung bestehender Gebäude und die gezielte Förderung zirkulärer Startups. 

Der Podcast gibt praxisnahe Einblicke 

Was alle Folgen verbindet, ist der praxisnahe Blick auf konkrete Lösungen – und die Erkenntnis, dass Kreislaufwirtschaft nicht in einzelnen Branchen entsteht, sondern im Zusammenspiel unterschiedlichster Akteure. Der Podcast schafft dafür eine Plattform, die Wissen bündelt, Perspektiven verknüpft und immer wieder neue Anknüpfungspunkte für Zusammenarbeit bietet. 
“Welcome to Circular Valley”
Neue Perspektiven auf urbane Kreisläufe und industrielle Innovationen
Neue Folgen erscheinen weiterhin im Zwei-Wochen-Rhythmus auf allen gängigen Plattformen: https://circular-valley.org/podcast