2026-07-14
Circular Valley
Newsletter 2/2026
Auf den Spuren der Kreislaufwirtschaft
„Circular Valley Scouts“: Bildungsprojekt macht Jugendliche zu Pionieren der Kreislaufwirtschaft 
Im neuen Programm „Circular Valley Scouts“ der Circular Valley Stiftung lernen Schülerinnen und Schüler nachhaltigen Konsum praxisnah kennen – in Kooperation mit Unternehmen aus der Region. 
Die Circular Valley Stiftung hat ihr neues Bildungsprojekt „Circular Valley Scouts – Auf den Spuren der Kreislaufwirtschaft“ gestartet. Das innovative Bildungsformat wird von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert und richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse. Ziel ist es, nachhaltigen Konsum zu vermitteln und junge Menschen zu befähigen, aktiv an einer zirkulären Wirtschaft mitzuwirken. 

In Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region verbindet das Projekt theoretische Grundlagen mit praxisnaher Berufsorientierung. Denn der Wandel von einer linearen zu einer zirkulären Wirtschaft erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch ein Umdenken in Gesellschaft und Alltag. 

Wir wollen junge Menschen nicht nur informieren, sondern sie begeistern und ihnen das Handwerkszeug geben, um als Scouts die Welt von morgen mitzugestalten.

Rebecca Kruppert,
Leiterin der Bildungsarbeit bei Circular Valley
Theorie trifft Praxis: Ausbildung und Anwendung 

Das Projekt gliedert sich in zwei zentrale Phasen. In der Ausbildungsphase erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler in drei intensiven Doppelstunden die Grundlagen der Nachhaltigkeit und der Kreislaufwirtschaft. Anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) und der sogenannten „R-Strategien“ (von Refuse bis Recover) lernen sie, lineare Wertschöpfungsketten kritisch zu hinterfragen und zirkuläre Alternativen zu entwickeln. Ein besonderes Highlight ist das Spiel „Resource Race“, das die Problematik der Ressourcenknappheit spielerisch in den Schulalltag integriert. 

In der zweiten Phase, der Feldstudie, wenden die Schülerinnen und Schüle ihr neues Wissen direkt in Unternehmen an. Bei den Netzwerkpartnern Vorwerk, KNIPEX, AWG, Gebrüder Becker oder WSW analysieren die Jugendlichen konkrete Fallbeispiele, besichtigen Produktionsstätten und tauschen sich mit Expertinnen und Experten über zirkuläre Lösungen und Berufsperspektiven aus. 

Erste Erfolge in Wuppertaler Schulen 

Die Auftaktveranstaltungen am Gymnasium Bayreuther Straße und der Realschule Vohwinkel in Wuppertal zeigen das Potenzial des Projekts: Mit großem Enthusiasmus entwickelten die Jugendlichen Ansätze für einen nachhaltigeren Lebensstil und stellten ihr Wissen beim ersten Unternehmensbesuch bei der Gebrüder Becker GmbH unter Beweis.  
Bei der Exkursion zum Circular Valley Partner Erfurt haben die Schülerinnen und Schüler selbst Papier geschöpft. Außerdem erhielten sie dort Informationen dazu, welche Rolle Nachhaltigkeit im Unternehmen spielt, wie sie umgesetzt wird und welche Berufsoptionen es für die Jugendlichen dort gibt.  

„Die Verbindung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und praxisnaher Berufsorientierung ist ein Alleinstellungsmerkmal, das von den Schulen enorm geschätzt wird“, sagt Rebecca Kruppert. „Wir sind beeindruckt von der positiven Resonanz – der Funke springt über und die Schülerinnen und Schüler sind mit echter Freude dabei.“ 

Langfristige Wirkung für die Region 

Das Projekt hat Modellcharakter: Innerhalb der Laufzeit werden sechs spezifische Bildungseinheiten mit unterschiedlichen Schulformen – von der Hauptschule bis zum Gymnasium – erprobt. Ziel ist die dauerhafte Verankerung: Nach Projektende werden die Formate verstetigt und weiteren Schulen zur Verfügung gestellt, um die Kompetenzen im Bereich Kreislaufwirtschaft flächendeckend und langfristig zu stärken. 

Ausschreibung
Circular Valley sucht die nächsten Circular-Economy-Innovatoren 
Die Bewerbungsphase ist gestartet: Innovative Unternehmen können sich bis zum 19. Juli bewerben – gesucht werden Lösungen von Kunststoffrecycling über Textilien bis zu KI-gestützter Kreislaufwirtschaft. 
Rohstoffe werden knapper, regulatorische Anforderungen steigen und Unternehmen suchen nach resilienteren Lieferketten. Kreislaufwirtschaft entwickelt sich zunehmend von einem Umweltthema zu einem zentralen Wettbewerbsfaktor für die Industrie. Darum geht es auch für die elfte Runde des Circular Economy Accelerators von Circular Valley. Ab sofort können sich Startups aus aller Welt für das Programm bewerben. Die Bewerbungsphase läuft bis zum 19. Juli 2026

Sechs Schwerpunktthemen – und die Wildcard 

Kunstoffe
Kreislaufwirtschaftslösungen für Kunststoffe in langlebigen Produkten und Verpackungen, höhere Rezyklatquoten und verbesserte Materialqualitäten bis hin zu lebensmittelgeeigneten Anwendungen.
Reverse Logistics
Wirtschaftlich tragfähige Rücknahme- und Logistiklösungen für die Rückführung von Produkten und Materialien.
Textilien
Innovative Ansätze, um Textilien und Fasermaterialien in offenen oder geschlossenen Kreisläufen zu halten – von Design über Rücknahmesysteme bis zum Recycling.
Circular Design
Produktdesigns für langlebige Güter, die Wiederverwendung, Reparatur, Refurbishment und Remanufacturing ermöglichen.
Rohstoffe
Neue Verfahren zur Rückgewinnung kritischer und strategischer Rohstoffe aus Produktabfällen, Batterien, Elektronik oder industriellen Reststoffen.
Wertschöpfungsketten-Orchestrierung
Zirkuläre Lieferketten und Prozesse, beispielsweise für die Wiederverwendung von Chemikalien oder Industriekomponenten.
Darüber hinaus können sich Startups über die Wildcard auch mit weiteren innovativen Ansätzen für die Kreislaufwirtschaft bewerben – beispielsweise im Bereich Künstliche Intelligenz. 

Die Themen dieser Runde zeigen, wie sich Kreislaufwirtschaft verändert: Es geht längst nicht mehr nur um Abfallvermeidung, sondern um Rohstoffsicherung, industrielle Resilienz und skalierbare Geschäftsmodelle

Dr. Carsten Gerhardt,
Vorsitzender der Circular Valley Stiftung
„Genau dafür brauchen wir die Innovationskraft junger Unternehmen. Mit unserem Accelerator bringen wir internationale Startups mit Unternehmen, Wissenschaft und Investoren zusammen, damit aus innovativen Ideen konkrete Lösungen für die industrielle Transformation werden.“ 

Die Startups präsentieren ihre Ideen beim Circular Valley Forum 

Die Bewerbungsphase läuft bis zum 19. Juli 2026. Anschließend werden ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber zu Interviews eingeladen. Die Jury aus Mitgliedern des Circular Valley Netzwerks entscheidet danach, welche Startups an der elften Förderrunde teilnehmen werden. 

Die ausgewählten Unternehmen kommen im Herbst in die Rhein-Ruhr-Region und profitieren dort von der Expertise und den Kontakten des Circular Valley Netzwerks. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten sie an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle, erhalten Einblicke in industrielle Praxis und bereiten sich auf Gespräche mit potenziellen Partnern und Investoren vor. 

Ein Höhepunkt des Programms ist der Demo Day im Rahmen des Circular Valley Forums am 13. November 2026. Dort präsentieren die Startups ihre Lösungen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Wissenschaft, Politik und der Investorenszene und knüpfen wertvolle Kontakte für ihre weitere Entwicklung. 

Seit dem Start des Accelerators im Jahr 2021 haben bereits 178 Startups aus aller Welt am Programm teilgenommen. Zahlreiche Kooperationen zwischen jungen Unternehmen, Industriepartnern und Forschungseinrichtungen sind daraus hervorgegangen und tragen dazu bei, die Kreislaufwirtschaft in die Praxis zu bringen. 

Kuratoriumssitzung
Circular Valley Kuratorium trifft sich zur Sitzung 
Bei der Kuratoriumssitzung der Circular Valley Stiftung kamen Industriepartner und Vertreter dreier nordrhein-westfälischer Landesministerien zusammen – darunter NRW-Umweltminister Oliver Krischer. Der Anlass bot nicht nur Gelegenheit zum Rückblick auf fünf Jahre gemeinsamer Arbeit, sondern machte auch deutlich, wie sehr sich der Kontext der Kreislaufwirtschaft in dieser Zeit verändert hat. 
Die Zahlen des Circular Economy Accelerator-Programms sprechen für sich: 178 Startups aus 45 Ländern wurden in zehn Programmdurchläufen begleitet – hinzu kommt ein eigener Batch im Bereich Reverse Logistics. Die Alumni-Community hat gemeinsam mehr als 350 Millionen Euro eingesammelt. Einzelne Unternehmen haben dabei Finanzierungsrunden im zweistelligen Millionenbereich abgeschlossen und wachsen heute zu relevanten Akteuren zirkulärer Wertschöpfungsketten heran – branchenübergreifend und international. 

Auch der wirtschaftliche Beitrag der Kreislaufwirtschaft in NRW insgesamt ist beachtlich: Laut einer aktuellen Kurzstudie des Kompetenznetzwerks Umweltwirtschaft NRW arbeiten bereits mehr als 241.000 Menschen in NRW in Bereichen der Kreislaufwirtschaft und erwirtschaften eine Bruttowertschöpfung von 20,5 Milliarden Euro. Das Fundament ist gelegt – jetzt kommt es auf Skalierung und noch stärkere branchenübergreifende Zusammenarbeit an. 

Von der Umwelt- zur Gesundheitsfrage 

Bei der Kuratoriumssitzung der Circular Valley Stiftung im Mai ging es aber nicht nur um Zahlen. Dort wurde auch deutlich, wie sich der Kontext von Kreislaufwirtschaft verschoben hat. Was ursprünglich als ökologische Mission begann, ist heute ein wirtschaftspolitisches Instrument – für resilientere Lieferketten, weniger Abhängigkeit von Rohstoffimporten und mehr strategische Unabhängigkeit in geopolitisch unsicheren Zeiten. 

Auf der Sitzung rückte zudem eine bislang wenig beachtete Dimension in den Fokus: die Bedeutung der Circular Economy für öffentliche Gesundheit. Wenn pharmazeutische Kreisläufe konsequenter geschlossen werden, gelangen weniger Arzneimittelrückstände in die Umwelt. Wer Kunststoffe im Kreislauf hält, verhindert, dass Mikroplastik in Böden, Gewässer und damit in die Nahrungskette gelangt. Und zirkuläres Bauen setzt auf bewährte, gesundheitlich erprobte Materialien statt auf Verbundwerkstoffe mit noch unbekannten Langzeitwirkungen. 

„Was in unserer Kuratoriumssitzung deutlich wurde: Kreislaufwirtschaft hat auch eine Gesundheitsdimension. Weniger Schadstoffe im Wasser, weniger Plastik in unseren Körpern, gesündere Baustoffe in unseren Räumen", sagt Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung. „Die Argumente für die Circular Economy werden breiter und stärker." 
Circular Valley Kuratorium
Alumni
Circular Valley Startups: Finanzierungen, Deals und internationale Sichtbarkeit 
Die Alumni des Circular Economy Accelerators machen weiter von sich reden. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Startups aus verschiedenen Batches wichtige Meilensteine erreicht – von Finanzierungsrunden und neuen Unternehmenspartnerschaften bis hin zu Marktdeals und internationaler Sichtbarkeit. 
  • Finanzierungen und Förderungen 
    Gleich mehrere Alumni konnten in den vergangenen Monaten Kapital einwerben. Das britische Startup Circular11 aus Batch 3 sicherte sich 2,4 Millionen Pfund, um seine Technologie zur Herstellung von Baumaterialien aus Plastikmüll zu skalieren. Circular11 nutzt dabei Plastikströme, die für andere Recyclingverfahren nicht geeignet sind – und plant seine Produktion in diesem Jahr zu verzehnfachen. 

    Auch REEgen aus Batch 9 konnte eine wichtige Förderung verbuchen: Das US-amerikanische Startup erhielt einen Innovation Matching Grant in Höhe von 200.000 US-Dollar für seine Technologie zur biologischen Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. 

    Ebenfalls aus Batch 9 stammt AraBat, das mit TecnoNidi 2026 eine öffentliche Förderung von 280.000 Euro gewann. Die Mittel sollen den Aufbau einer Pilotanlage für das biobasierte Recycling von Lithiumbatterien und anderen Abfallströmen beschleunigen – ein Bereich, der angesichts des wachsenden Bedarfs an kritischen Rohstoffen zunehmend an strategischer Bedeutung gewinnt. 
  • Kooperationen und Partnerschaften 
    Auch auf anderer Ebene kann AraBat einen Erfolg verzeichnen: Das Startup unterzeichnete eine Vereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung eines Proof of Concept mit Taiyo Yuden, einem japanischen Hersteller elektronischer Komponenten mit globaler Reichweite. Eine Partnerschaft, die AraBats Technologie auf die internationale Bühne bringt. 

    Auch andere Alumni haben strategische Kooperationen geschlossen. S2SDynamics aus Batch 10 kündigte eine Zusammenarbeit mit ForSURE an, um E-Waste-Management datengetriebener und vernetzter zu gestalten – von der Compliance bis zur zirkulären Leistungsmessung. Paper Earth aus Batch 8 meldet gleich mehrere vielversprechende Industrietests: Neben einem laufenden Projekt mit dem Papierhersteller Steinbeis laufen Versuche mit dem Clairefontaine aus Frankreich sowie mit Smurfit Westrock und DS Smith – zwei der größten Verpackungsunternehmen der Welt. 
  • Markterfolge und Deals 
    Besonders greifbare Fortschritte zeigen zwei Startups aus Batch 3 und Batch 8.

    Gescol, das Bodenbeläge aus den Sohlen ausgedienter Sicherheitsstiefel herstellt, hat gleich vier namhafte Unternehmenskunden gewonnen: den Flughafen El Dorado in Bogotá, das kolumbianische Transportunternehmen Coltanques, den Abfallwirtschaftskonzern Urbaser und PepsiCo. Damit beweist das Startup, dass sein Produkt nicht nur ökologisch überzeugt, sondern auch wirtschaftlich skalierbar ist. 

    ChemSmog aus Batch 8 hat inzwischen mehr als eine Kilotonne – also über eine Million Kilogramm – schwer verkäuflicher Lagerware erfolgreich vermittelt. Damit setzt das Startup seinen Kurs konsequent fort. 
  • Sichtbarkeit und Events 
    Zwei Circular-Valley-Startups waren in der ersten Folge von The Green Deal Show zu sehen: Fainin aus Batch 8 präsentierte seine Sharing-Plattform 2Share und konnte einen Deal abschließen – der Moderator erhält eine Umsatzbeteiligung, die Community einen Rabatt. Circls, ein Spin-off von Fix First aus Batch 1, war ebenfalls in der Show. Beide Auftritte zeigen, wie die Alumni ihre Sichtbarkeit aktiv ausbauen. 

    Beim Tech Tour Circular 2026 in Gent waren gleich mehrere Alumni vertreten: instrAction (Batch 7), Paper Earth (Batch 8) und Ecorbio (Batch 9) präsentierten ihre Lösungen einem internationalen Fachpublikum. AC Biode aus Batch 3 war auf dem World Hydrogen Summit & Exhibition in London und stellte seine Technologie vor. 
  • Und sonst 
    AraBat und Cyclize (beide Batch 9) sowie The Ocean Package aus dem Reverse Logistics Accelerator wurden in die Change 100-Liste der einflussreichsten Impact-Startups 2026 aufgenommen. Anferra aus Batch 9 wurde für den EriCa Reactor Accelerator im finnischen Espoo ausgewählt. Volterica aus Batch 8 ist nach einer erfolgreichen Pre-Seed-Runde auf der Suche nach einem Software Engineer – ein Zeichen dafür, dass das Startup in die nächste Wachstumsphase eingetreten ist.
Circular Valley Startups
Finanzierungen, Deals und internationale Sichtbarkeit
Partner Talk
Logistik als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft 
Ohne Logistik keine Kreislaufwirtschaft. Diese Erkenntnis stand im Mittelpunkt des jüngsten Circular Valley Partner Talks, der die Teilnehmenden in den Duisburger Hafen führte, den größten Binnenhafen der Welt und einen der wichtigsten Logistik-Hubs Europas. 
Bereits während einer Hafenrundfahrt wurde deutlich, welche zentrale Rolle Logistik für eine funktionierende Circular Economy spielt. Fabian Pfingsten, Head of Business Development bei Duisport, gab Einblicke in die Abläufe des Hafens und zeigte anhand konkreter Beispiele, wie Unternehmen bereits heute dazu beitragen, Materialien und Ressourcen länger im Kreislauf zu halten. 

Im anschließenden Impulsvortrag erläuterte Dr. Marius Dellbrügge von der Technischen Universität Dortmund, warum Logistik das Rückgrat zirkulärer Wertschöpfungssysteme ist. Produkte, Komponenten und Materialien können nur dann im Kreislauf bleiben, wenn Sammlung, Sortierung, Nachverfolgung, Aufbereitung und Rückführung effizient organisiert werden. Reverse Logistics, digitale Produktpässe und neue Geschäftsmodelle spielen dabei eine entscheidende Rolle. 

Unternehmen arbeiten heute schon erfolgreich an Lösungen 

Die anschließende Diskussion machte deutlich, dass viele technische Lösungen bereits verfügbar sind. Unternehmen arbeiten heute schon erfolgreich an der Wiederaufbereitung von Industriekomponenten, der Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe oder dem Einsatz digitaler Zwillinge zur Verbesserung von Transparenz und Wiederverwendbarkeit. 

Gleichzeitig wurden Herausforderungen offen angesprochen. Komplexe regulatorische Vorgaben, fehlende Rücknahmesysteme sowie Fragen rund um Abfallrecht, Transportgenehmigungen, den Einsatz von Rezyklaten in der öffentlichen Beschaffung und internationale Materialströme bremsen vielerorts noch die Umsetzung zirkulärer Geschäftsmodelle. 

Der Partner Talk zeigte einmal mehr, dass die Transformation zur Circular Economy nur gelingen kann, wenn Produkte und Materialien nach ihrer Nutzung effizient gesammelt, sortiert, transportiert und in neue Wertschöpfungskreisläufe zurückgeführt werden. Logistik wird dabei zum entscheidenden Enabler für Ressourceneffizienz und zirkuläre Geschäftsmodelle. 
Partner Talk
Ohne Logistik keine Kreislaufwirtschaft.
Bioökonomie
Tech Tour Circular 2026: Circular Valley zu Gast in Gent 
Anfang Mai fand in Gent, Belgien, die Tech Tour Circular 2026 statt – eine zweitägige Veranstaltung, die zirkuläre Innovation, Investitionen und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellte. Auch Circular Valley war mit dabei. 
Tech Tour und Circular Valley arbeiten seit vielen Jahren im Bereich Bioökonomie zusammen. Nun hat Tech Tour gemeinsam mit der Stadt Gent und der Universität Gent ein Circular Economy-Programm aufgebaut. Für Circular Valley ist das von besonderer Bedeutung: Die enge Kooperation mit der Region Flandern macht auch Gent zu einem wichtigen Partner. 

Besonders erfreulich: Gleich mehrere Unternehmen aus dem Circular Valley-Ökosystem präsentierten ihre Lösungen einem internationalen Fachpublikum. Revoltech (Batch 3) instrAction (Batch 7), Paper Earth (Batch 8) und Ecorbio (Batch 9) waren als ausgewählte Pitching-Companies dabei – ein Beleg dafür, wie sich Circular Valley-Alumni auf europäischer Ebene positionieren. 

Highlight: Bio Base Europe Pilot Plant 

Ein besonderes Erlebnis war der Besuch der Bio Base Europe Pilot Plant – einer unabhängigen Pilotanlage, in der Unternehmen ihre biobasierten Prozesse und Produkte vom Labor- in den Industriemaßstab überführen können. Die Anlage bietet Dienstleistungen rund um Prozessentwicklung, Scale-up und Auftragsproduktion für biobasierte Produkte, von Biochemikalien über Biomaterialien bis hin zu Biokraftstoffen.  

Seit ihrer Gründung im Jahr 2008 hat die Einrichtung mit mehr als 900 Projekten und über 270 Unternehmen unterschiedlicher Größe zusammengearbeitet.
Das ist ein konkretes Beispiel für gelebte grenzübergreifende Zusammenarbeit: Unternehmen und Startups, die keine eigene Anlage besitzen, können hier ihre Ideen unter industriellen Bedingungen erproben.

Dr. Carsten Gerhardt,
Vorsitzender der Circular Valley Stiftung
Bioökonomie erneut beim Circular Valley Forum 

Auch beim diesjährigen Circular Valley Forum am 13. November wird Bioökonomie wieder eine zentrale Rolle spielen. Anders als in den vergangenen Jahren, in denen das entsprechende Tech Tour-Event am Vortag stattfand, wird es dieses Mal parallel zum Forum in den Räumen der Historischen Stadthalle Wuppertal integriert sein. 
Tech Tour Circular 2026
Gent, Belgien
Branchenübergreifende Zusammenarbeit
Petkus-Sortiergipfel: Sortieren als Schlüsselkompetenz der Kreislaufwirtschaft  
Die Fachveranstaltung von Circular Valley Partner PETKUS versammelt rund 40 Unternehmen in Thüringen. Circular Valley und Partner entwickeln branchenübergreifende Zusammenarbeit. 
Die Spreu vom Weizen zu trennen ist in der Landwirtschaft seit Jahrhunderten unverzichtbar. Für die Kreislaufwirtschaft gilt dasselbe Prinzip: Ohne präzises Sortieren lassen sich Materialien nicht in hochwertige Kreisläufe zurückführen. Die Circular Valley Stiftung und ihre Partner haben Sortiertechnologie früh als branchenübergreifendes Querschnittsthema identifiziert – und erste Kooperationen angestoßen, die zeigen, welches Potenzial in diesem Bereich steckt. 

Einen Beleg für das wachsende Interesse der Wirtschaft lieferte die Fachveranstaltung "Material- und Verfahrenseffizienz: Innovation, regionale Kooperation & Wertschöpfung“ des Circular-Valley-Partners Petkus Technology GmbH, dem Wartburgkreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hersfeld-Rotenburg, der Thüringer Landesentwicklungsagentur ThEGA und der Röber Institut GmbH. Dabei kamen am 20. Mai rund 40 Unternehmen am PETKUS-Standort in Eisenach in Thüringen zusammen, um unterschiedliche Ansätze und Anwendungsfälle rund um industrielle Sortierprozesse zu diskutieren. Die breite Beteiligung aus verschiedenen Branchen macht deutlich, wie relevant das Thema für die Praxis der Kreislaufwirtschaft geworden ist. 

Bereits zuvor gab es gemeinsame Gespräche mehrerer Partner 

Ausgangspunkt für die Aktivitäten in diesem Bereich waren gemeinsame Gespräche und erste Versuche, die Circular Valley zusammen mit PETKUS, dem Automobilzulieferer Aptiv und dem Kunststoffrecycler Energenta auf den Weg gebracht hat. Die bisherigen Ergebnisse sind vielversprechend und sollen nun weiterentwickelt werden. Das Thema verbindet dabei zwei Kompetenzfelder, die selten zusammenkommen: optische Erkennungstechnologie und industriellen Maschinenbau – eine Kombination, bei der branchenübergreifende Vernetzung besonders viel leistet. 

PETKUS Technologie GmbH, mit Sitz in Eisenach in Thüringen und seit 1852 auf Sortiertechnologie spezialisiert, bringt optische Erkennungssysteme und Maschinenbaukompetenz ein, die ursprünglich für die Saatgutaufbereitung entwickelt wurden. Aptiv, ein globaler Automobilzulieferer mit Standort in Wuppertal, steht vor der Herausforderung, kleinteilige Produktionsausschüsse zuverlässig zu sortieren. Energenta in Ochtrup (NRW) verarbeitet gemischte Kunststoffabfälle und muss aus heterogenen Materialströmen sortenreine Fraktionen gewinnen. Drei Unternehmen, drei Branchen – und eine gemeinsame Frage: Wie lassen sich Materialien präzise genug sortieren, um sie wieder in hochwertige Kreisläufe zurückzuführen? 
Sortieren ist ein wichtiger Gelingensfaktor, ob Kreisläufe in der Praxis wirklich funktionieren. Wir haben das als zentrale Fähigkeit der Circular Economy erkannt und Unternehmen zusammengebracht, die sich sonst vielleicht nie begegnet wären. Dass daraus nun belastbare Ergebnisse entstehen und das Thema so viel Resonanz findet, zeigt: Genau hier liegt echtes Innovationspotenzial.

Dr. Carsten Gerhardt,
Vorsitzender der Circular Valley Stiftung
Petkus-Sortiergipfel
Material- und Verfahrenseffizienz: Innovation, regionale Kooperation & Wertschöpfung
Kooperationen
Circular Valley beim Wirtschaftstag Japan: Kreislaufwirtschaft als Chance für deutsch-japanische Zusammenarbeit
Wie lassen sich Ambitionen der Kreislaufwirtschaft in skalierbare Geschäftsmodelle überführen? Beim Wirtschaftstag Japan 2026 in Düsseldorf diskutierten deutsche und japanische Akteure gemeinsam Antworten. 
Am 27. Mai 2026 war Circular Valley zu Gast beim Wirtschaftstag Japan in Düsseldorf – einer wichtigen deutsch-japanischen Wirtschaftskonferenzen, die seit 2002 jährlich im Rahmen des Japantags stattfindet und von NRW.Global Business, der Landeshauptstadt Düsseldorf und der japanischen Industrie- und Handelskammer. In diesem Jahr stand die Veranstaltung ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft: Unter dem Titel „Die Verwirklichung der Kreislaufwirtschaft durch die Kommerzialisierung neuer Ideen und Verfahren" kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen beider Länder zusammen. 

Die hochrangige Besetzung – darunter Staatssekretär Paul Höller, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller sowie Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda – unterstrich die Bedeutung des Themas auf beiden Seiten. 

Dr. Carsten Gerhardt stellte die Arbeit von Circular Valley vor 

Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Circular Valley Stiftung, stellte das Netzwerk und seine Arbeit vor und moderierte zwei Podiumsdiskussionen mit Expertinnen und Experten aus Industrie und Wissenschaft – unter anderem von Fraunhofer UMSICHT und der japanischen Energieforschungsorganisation NEDO. In Fallstudien präsentierten Unternehmen wie Mitsubishi Electric, Toshiba Electronics Europe und das Düsseldorfer Startup cylib konkrete Ansätze, wie zirkuläre Lösungen in die Praxis gebracht werden können. 

Dabei wurde eine zentrale Botschaft deutlich:
Die Kreislaufwirtschaft gelingt nicht allein durch Regulierung oder Technologie. Es braucht unternehmerischen Mut, branchenübergreifende Zusammenarbeit und die Fähigkeit, neue Lösungen in echte Märkte zu überführen.
Die deutsch-japanische Perspektive erwies sich dabei als besonders produktiv. Beide Länder teilen eine starke industrielle Basis, ingenieurtechnische Expertise und eine Tradition qualitätsgetriebener Innovation – eine gute Ausgangslage für gemeinsame zirkuläre Wertschöpfungsketten, von Ressourceneffizienz und Produktdesign bis hin zu Recycling und neuen Geschäftsmodellen. 
Wirtschaftstag Japan
Düsseldorf
Networking
Circular Valley beim NRW-Fest in Berlin 
Mehr als 1.500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft kamen beim diesjährigen NRW-Fest in Berlin zusammen. Die Veranstaltung der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen beim Bund zählt zu den wichtigsten Netzwerkveranstaltungen des Landes in der Hauptstadt. 
In seiner Eröffnungsansprache betonte Ministerpräsident Hendrik Wüst die Bedeutung von Dialog und Zusammenarbeit. Er warb dafür, „mehr miteinander statt übereinander zu sprechen“ und unterstrich damit die Notwendigkeit, gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen gemeinsam anzugehen. 

Vor diesem Hintergrund präsentierte sich Circular Valley mit einem eigenen Stand und nutzte die Gelegenheit zum Austausch mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Potenziale der Kreislaufwirtschaft zur Stärkung von Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit sowie die Bedeutung sektorübergreifender Zusammenarbeit für die Transformation hin zu zirkulären Wertschöpfungssystemen. 

Gemeinsamer Stand unterstrich grenzübergreifende Zusammenarbeit 

Besonderes Interesse galt den internationalen Aktivitäten von Circular Valley, darunter die Zusammenarbeit mit Startups, Industriepartnern und regionalen Innovationsökosystemen. Die Teilnahme von Partnern aus Flandern und den Niederlanden am gemeinsamen Stand unterstrich zudem die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperationen für die Entwicklung und Skalierung zirkulärer Lösungen. 

Neben Innovations- und Wirtschaftsthemen stießen auch die Bildungsaktivitäten der Stiftung auf großes Interesse. So fand insbesondere das von Circular Valley unterstützte Kinderbuch „Leni & Leon und die kaputte Lok“ große Aufmerksamkeit. Dieses bringt schon Kindergartenkindern die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft näher, indem es vermittelt, dass Produkte repariert und weitergenutzt werden können, anstatt sie wegzuwerfen und zu ersetzen. 

Im Laufe des Abends besuchten zahlreiche hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und öffentlichen Institutionen den Stand von Circular Valley. Dies verdeutlichte die wachsende Bedeutung der Kreislaufwirtschaft für politische Entscheidungen und Strategien auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. 

Das NRW-Fest zeigte einmal mehr, dass die erfolgreiche Umsetzung einer Circular Economy auf Austausch, Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Engagement unterschiedlichster Akteure basiert – und letztlich darauf, mehr miteinander zu sprechen. 
NRW-Fest
Berlin
Kooperationen
Batteriesicherheit als gemeinsame Aufgabe entlang der Wertschöpfungskette 
Von thermischen Ereignissen über sicherheitsgerechte Entwicklung bis hin zur Reparatur komplexer Batteriesysteme: Batteriesicherheit ist entlang der gesamten Wertschöpfungskette ein zentrales Thema. Im TraWeBa Online-Workshop „Trends in der Batteriesicherheit – Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette“ wurden diese Perspektiven von Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis zusammengeführt und diskutiert. 
Wirklich große Würfe sind aktuell aus meiner Sicht noch nicht in Sicht.

Prof. Roland Goertz,
Universität Wuppertal
Mit dieser Einschätzung eröffnete Prof. Roland Goertz von der Bergischen Universität Wuppertal seinen Beitrag zu aktuellen Herausforderungen im Brandschutz und in der Gefahrenabwehr beim Online-Workshop des “Transformations-Hub Wertschöpfungskette Batterie” (TraWeBa), der von Circular Valley durchgeführt wurde.

Auch neue Batterietechnologien wie Natrium-Ionen- oder Festkörperbatterien lösen die bestehenden Sicherheitsherausforderungen derzeit nicht grundlegend. Thermische Ereignisse bei Lithium-Ionen-Batterien sowie die damit verbundenen Risiken durch die Freisetzung bestimmter wasserstoffhaltiger Gase stehen weiter im Fokus. Diese stellen insbesondere bei stationären Speichern, Transporten oder Anwendungen in geschlossenen Räumen ein relevantes Gefahrenpotenzial dar und erfordern eine konsequente Berücksichtigung in Sicherheitskonzepten.  

Neben der technischen Betrachtung spielt auch die operative Gefahrenabwehr eine zentrale Rolle: Mit Gefahren konventioneller Antriebe können Einsatzkräfte durch jahrelange Erfahrung gut umgehen, bei elektrischen Antrieben ist das noch nicht der Fall. Hier könnten Informations- und Ausbildungsangebote Abhilfe schaffen. 

Sicherheit beginnt in der Entwicklung 

An diese Betrachtung knüpfte der Beitrag von Melchior Staudacher (PEM Motion) an. Er zeigte, dass sich die Sicherheitsanforderungen unmittelbar auf die Entwicklung und Produktion moderner Batteriesysteme auswirken. Moderne Batteriesysteme müssen hohe Leistungsfähigkeit, geringe Kosten, lange Lebensdauer und maximale Sicherheit miteinander verbinden. Diese Anforderungen stehen jedoch häufig im Widerspruch zueinander. 

„All diese konträren Eigenschaften lassen sich nur vereinen, wenn man einen durchgängigen Entwicklungsprozess hat.“ Diese Aussage unterstreicht, dass Sicherheit nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern frühzeitig und systematisch in den gesamten Entwicklungsprozess integriert werden muss. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Tests, Simulationen und einer engen Abstimmung zwischen Zell-, Modul- und Batteriemanagementsystemen. Nur so lassen sich robuste und sichere Gesamtsysteme entwickeln. 

Reparatur stellt neue Anforderungen an die Batteriesicherheit 

Mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus der Batterie steigen die Anforderungen weiter. 
Wir müssen sicherstellen, dass die Batterie nicht nur funktionstüchtig ist, sondern auch sicher in den Fahrzeugeinsatz zurückgeführt werden kann.

Daniel Herzig,
BHFM-Technologies
Mit Blick auf den gesamten Lebenszyklus der Batterie steigen die Anforderungen weiter: „Wir müssen sicherstellen, dass die Batterie nicht nur funktionstüchtig ist, sondern auch sicher in den Fahrzeugeinsatz zurückgeführt werden kann”, sagte Daniel Herzig von BHFM-Technologies und machte damit deutlich, dass die Reparatur von Hochvoltbatterien weit über eine rein technische Instandsetzung hinausgeht und einen sicherheitskritischen Eingriff in ein komplexes Gesamtsystem darstellt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich Batteriesysteme nach einem Eingriff zuverlässig qualifizieren und sicher wieder in den Betrieb überführen lassen. 

Dabei entstehen zentrale Spannungsfelder: Für eine Reparatur müssen Batteriesysteme geöffnet und Module ausgetauscht werden. Aus sicherheitstechnischer Sicht sind genau diese Eingriffe jedoch besonders sensibel. Deshalb sind standardisierte Prüfprozesse erforderlich, um die Systemintegrität zuverlässig wiederherzustellen. Das macht deutlich, wie eng diese operative Ebene mit übergeordneten Systemfragen verknüpft ist. Reparaturen und Umbauten verändern die Konfiguration einer Batterie. Solche Änderungen lassen sich im digitalen Batteriepass bislang nur eingeschränkt abbilden. 

Auch Versicherungsfragen sind bislang nicht abschließend geklärt. Trotz etablierter Qualitätsmethoden wie der Failure Mode and Effects Analysis (FMEA) ist häufig unklar, wie reparierte Batteriesysteme im Schadensfall bewertet werden sollen. In der Praxis führt dies teilweise dazu, dass Systeme vorsorglich als Totalschaden eingestuft werden, anstatt eine qualifizierte Weiterverwendung zu ermöglichen. 

Zusammenarbeit als Schlüssel für sichere Batteriesysteme 

Der Workshop machte deutlich: Batteriesicherheit kann nur gelingen, wenn alle Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette eng zusammenarbeiten. Gleichzeitig zeigen Themen wie Regulierung, Versicherbarkeit und digitale Produktpässe, dass weiterhin Entwicklungs- und Abstimmungsbedarf besteht. Ungeachtet dessen gelten moderne Batteriesysteme bereits heute als vergleichsweise sicher. Ihre technologische und organisatorische Weiterentwicklung wird durch internationale Anforderungen kontinuierlich vorangetrieben. 
Trends in der Batteriesicherheit
Herausforderungen entlang der Wertschöpfungskette
Recycling und sekundäre Rohstoffe
Circular Valley auf der IFAT 2026  
Die IFAT 2026 in München hat gezeigt, wie Kreislaufwirtschaft inzwischen im Zentrum globaler Fachdiskussionen steht – besonders rund um Recycling und sekundäre Rohstoffe.
Das Team von Circular Valley war vor Ort, um sich ein Bild zu machen und Gespräche zu führen.

Ein besonderes Highlight: Gleich sechs Alumni des Circular Economy Accelerators waren auf der weltweit führenden Messe für Recycling- und Umwelttechnologie vertreten – Gescol, CARBOLIQ, WasteFlow, ReCircle Impact, naion.tech und Cyclize. Ihre Präsenz auf einer Veranstaltung dieser Größenordnung ist ein deutliches Signal für die Stärke zirkulärer Innovationen.  

Zugleich wird der Unterschied in der Perspektive sichtbar: Während die IFAT ihren Schwerpunkt auf Recyclingtechnologien und Ressourcenmanagement legt, geht die Circular Valley Convention weiter – von R-Strategien und zirkulären Geschäftsmodellen bis hin zu Design und systemischer Transformation entlang ganzer Wertschöpfungsketten wird das gesamte Spektrum der Kreislaufwirtschaft abgebildet. 

Foto: Circular Valley besuchte die IFAT 2026 in München - und traf dort auch auf Startup-Alumni des Circular Economy Accelerators, Circular Valley.